NEUE MOBILITÄT FÜR REMSHALDEN: Radverkehr als Rückgrat der Nahmobilität ausbauen – Örtliches Radwegenetz

Radweg endet in Grunbach

Auf nahen und mittleren Distanzen gewinnt der Radverkehr immer mehr an Bedeutung. Bislang spiegelt sich dies jedoch nicht im Ortsbild von Remshalden wieder. Mit der Förderung des Radschnellwegs von Schorndorf bis Fellbach setzt das Land ein wichtiges Zeichen für den notwendigen Ausbau des Radverkehrs.

Flankierender Ausbau des Radwegenetzes durch die Gemeinde Remshalden

Die Gemeinde Remshalden muss mit eigenen Planungen und Umsetzungen den von Land und Landkreis umgesetzten Radschnellweg flankieren. Dies bedeutet erstens die Schaffung von Zuführungen aus den Siedlungsbereichen zum Radschnellweg, insbesondere:

  1. In Grunbach muss die Bahnhofstraße von der Ortsmitte bis zur S-Bahn in eine Fahrradstraße umgewidmet werden. Heute existiert hier kein durchgängiger Fahrradweg.
  2. In Geradstetten müssen die Rathausstraße sowie die Schönbühlstraße in der Zuführung zum Radschnellweg in Fahrradstraßen umgewidmet werden. Auch hier existieren heute keine Radwege.
  3. In Hebsack muss die Remsstraße und ihre Verlängerung (Brücke über die B29) bis zum Anknüpfungspunkt an den Radschnellweg in eine Fahrradstraße umgewidmet werden. Auch hier existiert heute kein Radweg.

Flankierend muss zweitens ein durchgängiges, sicheres und gut beschildertes Radwegenetz in Remshalden aufgebaut werden, beispielsweise bedeutet das:

  • Der bestehende Radweg in Grunbach und Geradstetten entlang der Kreisstraße endet an den Ortseingängen abrupt. In beiden Ortsteilen muss dieser fortgesetzt werden. Verkehrsberuhigungen, Umwidmungen oder Ampelschaltungen mit Vorrang für den Radverkehr im Bereich der Kreisstraße sollten zur Lösung in Erwägung gezogen werden.
  • In Geradstetten-Süd am Ortseingang von Grunbach kommend muss im Bereich der Tankstelle eine Fortsetzung des Radwegs und Anknüpfung an die weiteren Radwege geschaffen werden.
  • Zwischen Grunbach und Buoch sowie zwischen Rohrbronn und Hebsack bzw. Geradstetten brauchen wir durchgängige, gut ausgebaute und beschilderte Fahrradwege. Hierzu ist eine vorherige Bestandsaufnahme der bestehenden Fuß- und Wirtschaftswege sinnvoll.

Drittens sind als weitere flankierende Maßnahmen abschließbare Fahrradboxen oder -stellplätze an den S-Bahn-Stationen in Grunbach und Geradstetten sowie Fahrradabstellplätze in unmittelbarer Nähe der Eingänge aller öffentlichen Gebäude und Hallen (z.B. Wilhelm-Enßle-Halle) dringend erforderlich.

Die Gemeinde sollte beim Ausbau ihrer Radinfrastruktur die hohen Fördersätze des Landes von aktuell bis zu 95% der Kosten nutzen und das verfügbare Knowhow wie den Bike & Ride-Leitfaden des Landesverkehrsministeriums in Anspruch nehmen.

Wir GRÜNE wollen, dass die Bevölkerung ebenso wie Fachleute, bspw. aus dem ADFC an dem oben von uns beschriebenen Prozess aktiv eingebunden und beteiligt wird.

Bildquellen:

  • Radweg-Ende Grunbach: Lennard Volk

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